Zecken sind längst kein reines Frühjahrsproblem mehr Früher galten Zecken als typisch für die warmen Monate zwischen Frühjahr und Herbst. Heute wissen wir: Bereits ab etwa 7 °C Außentemperatur können Zecken aktiv werden – und diese Temperaturen treten in unseren Breiten zunehmend auch im Winter auf.
Milde Winter und feuchte Witterung begünstigen ihre Aktivität. Das bedeutet: Zecken können theoretisch ganzjährig auftreten.
Warum sehen wir sie trotzdem besonders im Frühling?
Im Frühling steigt die Aktivität deutlich an, weil:
- mehr Tiere und Menschen draußen unterwegs sind
- die Vegetation wächst
- die Bedingungen für Zecken ideal sind
Das erklärt, warum das Thema jetzt so präsent ist – auch wenn das Risiko nicht auf diese Monate beschränkt ist.
Welche Risiken bestehen für Hunde und Katzen?
Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter:
- Borreliose
- Anaplasmose
- Babesiose
Nicht jede Zecke ist infiziert – aber ein wirksamer Schutz reduziert das Risiko deutlich.
Ganzjährige Prophylaxe – sinnvoll oder übertrieben?
Ob ein ganzjähriger Schutz notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Lebensstil des Tieres (Freigänger vs. Wohnungstier)
- Region und Umgebung (Wald, Wiesen, Stadt)
- individuelle Risikoeinschätzung
In vielen Fällen ist ein durchgehender Schutz sinnvoll, besonders bei Hunden mit regel-
mäßigem Aufenthalt im Freien.
Wir empfehlen:
✔ regelmäßige Zeckenkontrollen
✔ frühzeitige Prophylaxe
✔ individuelle Beratung in der Praxis
Gerne helfen wir Ihnen, den passenden Schutz für Ihr Tier zu finden.