Zeckenzeit – gibt es sie überhaupt noch? Was Tierhalter jetzt wissen sollten

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Mit den ersten warmen Tagen steigt die Aufmerksamkeit für ein bekanntes Thema: Zecken. Viele sprechen jetzt von „Beginn der Zeckenzeit“. Doch aus tiermedizinischer Sicht lohnt sich ein genauerer Blick.

Veröffentlicht am 19. Mai 2026

Zecken sind längst kein reines Frühjahrsproblem mehr Früher galten Zecken als typisch für die warmen Monate zwischen Frühjahr und Herbst. Heute wissen wir: Bereits ab etwa 7 °C Außentemperatur können Zecken aktiv werden – und diese Temperaturen treten in unseren Breiten zunehmend auch im Winter auf.
Milde Winter und feuchte Witterung begünstigen ihre Aktivität. Das bedeutet: Zecken können theoretisch ganzjährig auftreten.

Warum sehen wir sie trotzdem besonders im Frühling?
Im Frühling steigt die Aktivität deutlich an, weil:
- mehr Tiere und Menschen draußen unterwegs sind
- die Vegetation wächst
- die Bedingungen für Zecken ideal sind

Das erklärt, warum das Thema jetzt so präsent ist – auch wenn das Risiko nicht auf diese Monate beschränkt ist.

Welche Risiken bestehen für Hunde und Katzen?
Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter:
- Borreliose
- Anaplasmose
- Babesiose

Nicht jede Zecke ist infiziert – aber ein wirksamer Schutz reduziert das Risiko deutlich.

Ganzjährige Prophylaxe – sinnvoll oder übertrieben?
Ob ein ganzjähriger Schutz notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Lebensstil des Tieres (Freigänger vs. Wohnungstier)
- Region und Umgebung (Wald, Wiesen, Stadt)
- individuelle Risikoeinschätzung

In vielen Fällen ist ein durchgehender Schutz sinnvoll, besonders bei Hunden mit regel-
mäßigem Aufenthalt im Freien.

Wir empfehlen:
✔ regelmäßige Zeckenkontrollen
✔ frühzeitige Prophylaxe
✔ individuelle Beratung in der Praxis

Gerne helfen wir Ihnen, den passenden Schutz für Ihr Tier zu finden.