Blutdruckmessung
Die Blutdruckmessung dient der Diagnose und Kontrolle von Hypertonie und Hypotonie bei Hund und Katze. Sie liefert wichtige Informationen zur Organ- und Herzgesundheit.
Stolberger Str. 374
Warum ist die Blutdruckmessung wichtig?
Bluthochdruck kann lebenswichtige Organe schädigen:
z. B. Nieren, Augen (Netzhautablösung), Herz, Gehirn
Häufig sekundär durch Grunderkrankungen wie:
– Chronische Nierenerkrankung
– Schilddrüsenüberfunktion (v. a. bei Katzen)
– Diabetes mellitus
– Herzerkrankungen
Hypotonie kann z. B. bei starkem Blutverlust, Schock oder Narkosekomplikationen auftreten
Wie wird der Blutdruck gemessen?
Nicht-invasiv mittels spezieller Blutdruckmessgeräte für Tiere
Eine aufblasbare Manschette wird am Vorderbein, Hinterbein oder Schwanz angelegt
Die Messung erfolgt meist per Doppler- oder oszillometrischer Methode
Wichtig: Ruhephase vor der Messung und möglichst wenig Stress für das Tier
Normwerte (systolisch):
Hund: ca. 110–160 mmHg
Katze: ca. 120–170 mmHg
Werte > 180 mmHg gelten als behandlungsbedürftig
Wann sollte der Blutdruck gemessen werden?
Bei älteren Tieren (ab ca. 7 Jahren)
Bei bekannten Grunderkrankungen (z. B. Niere, Schilddrüse, Herz)
Bei Verhaltensänderungen, Sehstörungen oder Ohnmachtsanfällen
Zur Kontrolle unter blutdrucksenkender Medikation
Vor Narkosen bei Risikopatienten
Fazit:
Die Blutdruckmessung ist eine einfach durchführbare, schmerzfreie und sehr aussagekräftige Untersuchung, die besonders bei älteren und chronisch kranken Tieren regelmäßig durchgeführt werden sollte. Sie ermöglicht die Früherkennung von Bluthochdruck, schützt vor Organschäden und trägt maßgeblich zur individuellen Therapieanpassung bei.