Blutdruckmessung

Leistungen Kardiologie

Bluthochdruck bleibt bei Hund und Katze oft lange unbemerkt. Die schmerzfreie Blutdruckmessung hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und Organschäden vorzubeugen.

Warum ist die Blutdruckmessung wichtig?

  • Bluthochdruck kann lebenswichtige Organe schädigen:
    z. B. Nieren, Augen (Netzhautablösung), Herz, Gehirn

  • Häufig sekundär durch Grunderkrankungen wie:
    – Chronische Nierenerkrankung
    – Schilddrüsenüberfunktion (v. a. bei Katzen)
    – Diabetes mellitus
    – Herzerkrankungen

  • Hypotonie kann z. B. bei starkem Blutverlust, Schock oder Narkosekomplikationen auftreten

Wie wird der Blutdruck gemessen?

  • Nicht-invasiv mittels spezieller Blutdruckmessgeräte für Tiere

  • Eine aufblasbare Manschette wird am Vorderbein, Hinterbein oder Schwanz angelegt

  • Die Messung erfolgt meist per Doppler- oder oszillometrischer Methode

  • Wichtig: Ruhephase vor der Messung und möglichst wenig Stress für das Tier

Normwerte (systolisch):

  • Hund: ca. 110–160 mmHg

  • Katze: ca. 120–170 mmHg

  • Werte > 180 mmHg gelten als behandlungsbedürftig

Wann sollte der Blutdruck gemessen werden?

  • Bei älteren Tieren (ab ca. 7 Jahren)

  • Bei bekannten Grunderkrankungen (z. B. Niere, Schilddrüse, Herz)

  • Bei Verhaltensänderungen, Sehstörungen oder Ohnmachtsanfällen

  • Zur Kontrolle unter blutdrucksenkender Medikation

  • Vor Narkosen bei Risikopatienten

Fazit:

Die Blutdruckmessung ist eine einfach durchführbare, schmerzfreie und sehr aussagekräftige Untersuchung, die besonders bei älteren und chronisch kranken Tieren regelmäßig durchgeführt werden sollte. Sie ermöglicht die Früherkennung von Bluthochdruck, schützt vor Organschäden und trägt maßgeblich zur individuellen Therapieanpassung bei.