Blutuntersuchung bei Herzerkrankungen

Leistungen Kardiologie

Blutuntersuchungen liefern wichtige Hinweise auf Herzbelastungen und Begleiterkrankungen. So können Herzerkrankungen früh erkannt und Therapien gezielt angepasst werden.

Wichtige Blutparameter bei Herzerkrankungen:

🧪 Herz-Spezifische Marker:

  • NT-proBNP
    – Zeigt die Belastung der Herzmuskulatur an
    – Hilfreich bei der Früherkennung oder Unterscheidung von Herz- und Lungenerkrankungen
    – Erhöht z. B. bei Herzinsuffizienz, HCM (Katze) oder DCM (Hund)

  • Troponin I
    – Marker für Herzmuskelzellschädigung
    – Kann bei akuten Prozessen (z. B. Myokarditis) erhöht sein

Weitere relevante Blutwerte:

  • Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin, SDMA)
    → zur Beurteilung der Nierenfunktion, die eng mit dem Herzen zusammenhängt (kardiorenales Syndrom)

  • Elektrolyte (v. a. Kalium, Natrium)
    → wichtig bei Herzmedikation (z. B. Diuretika können Elektrolytverschiebungen verursachen)

  • Leberwerte
    → zur Kontrolle bei gestautem Kreislauf oder Medikamentenbelastung

  • Thyroxin (T4) bei Katzen
    → Ausschluss einer Schilddrüsenüberfunktion als Ursache für Herzprobleme

  • Gerinnungswerte
    → ggf. bei HCM oder Verdacht auf Thrombosen

Wann ist eine Blutuntersuchung sinnvoll?

  • Bei Herzgeräuschen oder Symptomen wie Husten, Atemnot, Schwäche

  • Vor Beginn einer Herzkreislauftherapie

  • Zur Verlaufskontrolle unter Herzmedikation

  • Bei älteren Tieren oder bekannten Risikorassen

  • Bei Herz-Lungen-Differentialdiagnostik

Fazit:

Die Blutuntersuchung ist ein unverzichtbares Diagnose- und Kontrollinstrument bei Herzerkrankungen von Hund und Katze. Besonders Herzmarker wie NT-proBNP, aber auch Nieren-, Schilddrüsen- und Elektrolytwerte liefern wichtige Informationen für eine zielgerichtete und sichere Therapie. Regelmäßige Kontrollen verbessern die Prognose und Lebensqualität herzkranker Tiere.