Blutuntersuchung bei Herzerkrankungen
Herzmarker sowie Nieren-, Elektrolyt- und Schilddrüsenwerte unterstützen die Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Herzerkrankungen von Hund und Katze.
Stolberger Str. 374
Wichtige Blutparameter bei Herzerkrankungen:
🧪 Herz-Spezifische Marker:
NT-proBNP
– Zeigt die Belastung der Herzmuskulatur an
– Hilfreich bei der Früherkennung oder Unterscheidung von Herz- und Lungenerkrankungen
– Erhöht z. B. bei Herzinsuffizienz, HCM (Katze) oder DCM (Hund)
Troponin I
– Marker für Herzmuskelzellschädigung
– Kann bei akuten Prozessen (z. B. Myokarditis) erhöht sein
Weitere relevante Blutwerte:
Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin, SDMA)
→ zur Beurteilung der Nierenfunktion, die eng mit dem Herzen zusammenhängt (kardiorenales Syndrom)
Elektrolyte (v. a. Kalium, Natrium)
→ wichtig bei Herzmedikation (z. B. Diuretika können Elektrolytverschiebungen verursachen)
Leberwerte
→ zur Kontrolle bei gestautem Kreislauf oder Medikamentenbelastung
Thyroxin (T4) bei Katzen
→ Ausschluss einer Schilddrüsenüberfunktion als Ursache für Herzprobleme
Gerinnungswerte
→ ggf. bei HCM oder Verdacht auf Thrombosen
Wann ist eine Blutuntersuchung sinnvoll?
Bei Herzgeräuschen oder Symptomen wie Husten, Atemnot, Schwäche
Vor Beginn einer Herzkreislauftherapie
Zur Verlaufskontrolle unter Herzmedikation
Bei älteren Tieren oder bekannten Risikorassen
Bei Herz-Lungen-Differentialdiagnostik
Fazit:
Die Blutuntersuchung ist ein unverzichtbares Diagnose- und Kontrollinstrument bei Herzerkrankungen von Hund und Katze. Besonders Herzmarker wie NT-proBNP, aber auch Nieren-, Schilddrüsen- und Elektrolytwerte liefern wichtige Informationen für eine zielgerichtete und sichere Therapie. Regelmäßige Kontrollen verbessern die Prognose und Lebensqualität herzkranker Tiere.